

Was macht man nun mit dem Servosignaltester? Ganz einfach mit einem
Y Kabel parallel zum Fahrtregler anschließen. Der Tester zeigt
jetzt
den Wert des jeweils anliegenden Servosignales an. Der
Messbereich
mit der aktuellen Software liegt bei ca. 34 Hex, (jeweils
vorwärts/rückwärts)
bei einem Servosignal von ca. 100%. Insbesondere hat sich das
Gerät
bei mir bei den Einstellungswerten der Bremskraft bewährt, weil
jetzt
die korrespondierenden Tabellenwerte leichter zu finden sind.
Hier der Schaltplan des Servosignaltesters

Funktionsweise:
Das Servosignal wird zuerst durch Tr1 invertiert und auf den /INT0
Eingang des Microcontrollers gelegt. Beim auftreten eines Servosignals
wird also ein Interrupt generiert (flankengesteuert). Dieses Signal
wiederum
wird durch den Transistor Tr5 invertiert, und löst so bei der
fallenden
Flanke des Servosignales einen Interrupt an /INT1 aus. Durch das
Programm
wird jetzt die Signallänge zwischen den Interrupts 0 und 1
gemessen.
Die 7-Segmentanzeigen (gemeinsame Anode) werden über die
Transistoren
Tr1-Tr3 abwechselnd angesteuert (gemultiplext). Das Multiplexen
funktioniert
so, dass zuerst der 7 Segmentwert für die Hunderterstelle am Port
P1 anliegt und dann der entsprechende Transistor (Tr2) für einige
ms angesteuert wird. Danach kommt das nächste Segment usw. Kurz
unterbrochen
wird diese schleife jedesmal durch die Interrupts /INT0 und /INT1, was
aber nicht auffällt. Die Widerstände R4 bis R11 bestimmen den
Strom durch die 7 Segmentanzeige. Da die Einschaltzeit durch das
Multiplexen
aber nur 1/3 beträgt, darf der Widerstand auch nur 1/3 des Wertes
bei Daueransteureung betragen, wenn man die gleiche Helligkeit erhalten
möchte. Dann aber aufpassen, falls sich das Programm mal
aufhängt
und besonders bei Softwareänderungen!
Wenn kein gültiges Signal anliegt wird als Anzeige "Err"
ausgegeben.
Wenn der Jumper C0 offen ist, erfolgt die Anzeige der Servoimpulslänge im Millisekunden (Genauigkeit 0,01 ms). Bedingt durch die Software ist die maximale Impulszeit die angezeigt werden kann 2.55 ms. Bei einem höheren Wert kommt die Anzeige "Hi". Für die gängigen Fernsteueranlagen ist das aber ausreichend.
Setzt man einen Jumper auf C0, schaltet die Anzeige um und zeigt
jetzt
den zur jeweiligen Reglerstellung gehörende Tabellenwert bei
meinen
Fahrtreglern. Der Messbereich hierbei ist ca. von -40 (voll
Rückwärts/bremsen)
bis 40 (Vollgas). Der Nullpunkt ist abgeglichen auf meine Graupner XR6
FM
(1.50ms). Mit diesem Servosignaltester ist eine einfachere Einstellung
der
Beschleunigungswerte der Fahrtregler möglich. Wer meinen
Fahrtregler nicht benutzt, braucht diese Funktion natürlich nicht
und kann die Jumper C0/C1 sparen!
Da die Messfunktionsumschaltung in Echtzeit passiert, ist auch ein
Schalter
statt des Jumpers C0 sinnvoll. So kann bequem zwischen den Anzeigen
umgeschaltet werden.
Der Jumper C1 hat derzeit noch keine Funktion.
Den Prototypen habe ich auf einer Lochrasterplatine aufgebaut, so
dass
er in ein vorhandenes Kunststoffgehäuse (Conrad) mit den
Maßen
70*40*12mm eingebaut werden konnte. Etwas aufpassen muss man beim
Nachbau
auf den Anschluss der 7 Segmentanzeige. Je nach verwendetem Typ sind
eventuell
die Pins anders belegt. im Prinzip kann der Anschluss dabei so gelegt
werden,
dass eine sinnvolle Leiterbahnführung möglich ist. Dann muss
allerdings die Tabelle im Sourcecode angepasst werden. Die
Stromversorgung
des Servosignaltesters kommt über den Servoanschlss.
Noch ein Wort zu den 7 Segmentanzeigen: wenn der Servosignaltester
im Freien verwendet werden soll, ist es zu empfehlen sehr lichtstarke
Anzeigen
zu wählen (21000 µcd o.ä.) Die sind nicht wesentlich
teurer als
normale und man kann sie besser sehen. Zu erhalten wie alle anderen
Bauteile
z.B. bei Reichelt oder Conrad. (siehe auch die Linkliste)
Achtung: seit ein paar Monaten liefert
Reichelt bei den 24Mhz Standartquarzen nur noch Oberwellenquarze. Zur
ordnungsgemässen Funktion in dieser Schaltung werden aber
Grundwellenquarze benötigt. Also NICHT den 24-HC18 von Reichelt
benutzen!

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Download
Hier ist die Beschreibung mit Schaltplan
und Stückliste, und alle Files der Softwareversion
3.0 (Source, Binär und Hexfile zum brennen) für den
89c2051.
Das Platinenlayout von Claus Föste als pdf Datei. Die "Vorderseite" des Ausdruckes zeigt die Platinenrückseite. Die Datei ist also geeignet um sie auf Transparentpapier auszudrucken, und dieses dann mit der "Tintenseite" direkt auf die Platine zu legen. Bei Ausdruck auf Folie vorher spiegeln!
Hier noch der Bestückungsplan
vergrösert als zip Datei
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