Universelles Prüf- und Ladegerät für den RC Modellbau

Ziel war es, ein kompaktes Gerät mit allen Komponenten auszustatten, die vor Ort beim RC Einsatz benötigt werden. Aus diesem Grund sollten auch  alle Steckkarten mit 12V aus der Autobatterie versorgt werden können.
Herausgekommen ist ein 19 Zoll Einschubgehäuse mit Tragegriff und Bussystem, das eine mehr oder weniger universelle Bestückung erlaubt. Derzeit sind folgende Einsteckkarten vorhanden, die im folgenden kurz beschrieben sind. Für eine ausführlichere Beschreibung auf die entsprechenden Links klicken.

Grundmodul

GrundmodulIm Gehäuse fest eingebaut sind ein kräftiger Transformator und Gleichrichter zur Versorgung aller Komponenten, sowie der Lüfter mit Temperatursteuerung für die Endstufenkühlkörper der Ladeeinschübe. Zur Stromversorgung aus der Autobatterie ist eine KFZ Steckdose sowie eine passende Sicherung vorhanden.

Als "Bussystem" habe ich mich für die 31poligen Messer/Federleisten nach DIN 41617 entschieden, hauptsächlich weil die entsprechenden Federleisten schon in dem gebraucht erworbenen Gehäuse eingebaut waren.

Alle Funktionseinheiten werden als Steckkarten aufgebaut. So ist ein stufenweiser Aufbau und ene Ausstattung je nach Bedarf möglich.

 

Reflexlader für Fahrakku Update: 06.05.2003

ReflexladerMit dieser Steckkarte, wird durch die leistungsfähige Endstufe (bis 12A ausgelegt) und Reflexladung (bis zu 4C Ladestrom) der Fahrakku notfalls in 15 Minuten geladen. Die Konfiguration der Ladekarte kann entweder durch die Bauteileauswahl fest an einen bestimmten Akkutyp angepasst, oder mittels Dreh- oder sonstigen Schaltern und Potis eingestellt werden. Bei mir sind die Spannungswerte fest eingestellt (Zellenanzahl), der Ladestrom kann mittels Trimmpoti bei ausgebauter Platine eingestellt werden. Ein simples Zählermodul auf der Frontplatte zeigt die dem Akku zugeführte Ladungsmenge an.
Die Ladeüberwachung und Steuerung der Reflexladung übernimmt ein spezielles IC (ICL1702), da insbesondere bei den hohen Ladeströmen eine sichere Ladeüberwachung erforderlich ist.
 
 

NiCD/NiMH Lader für Senderakku

SendeakkuladerRelativ einfache Grundschaltung mit dem IC MAX713. Genau wie bei dem Fahrakkulader wird die Zellenanzahl fest eingestellt. Optional ist noch eine einfache Ladungsmessung eingebaut. Wegen der erwünschten geringen Bauhöhe ist diese allerdings nur mittels einer 7 Segmentanzeige realisiert, die die Lademenge durcch ein "rollieren" aller Ziffern anzeigt. Wegen der erforderlichen höheren Spannung des Senderakkus und der möglichen Versorgung über die Autobatterie wurde ein Spannungsverdoppler integriert. Mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit des Spannungsverdopplers ist der Ladestrom beim Betrieb aus der Autobatterie jedoch auf ca. 2A begrenzt, was angesichts der zu empfehlenden Ladeströme bei Senderakkus auch für die nächsten Generationen von Akkus ausreichen dürfte.
Achtung, Warnung: Aus eigener Erfahrung muss ich unbedingt davor warnen, nicht schnelladefähige Akkus mit höherem Strom als dem empfohlenen zu laden. Besonders die serienmäßig in den Fernsteuersendern enthaltenen Mignonakkus kennen da scheinbar kein pardon. Mir ist mal ein Satz um die Ohren geflogen (keine Übertreibung!). Allerdings ist mir das nicht mit dem hier beschriebenen Ladegerät, sondern mit einem einfachen Konstantstromladegerät bei 1C passiert, das leider nicht so empfindlich abgeschaltet hat, wie das mit den beschriebenen spezial IC`s möglich ist.
Um dies für die Zukunft zu vermeiden, habe ich meinen Senderakkus einen Temperaturfühler spendiert, den ich mit in den Akkupack eingeschweißt habe. Die Ladeschaltung hat den entsprechenden Schaltungsteil, um den Ladevorgang bei Übertemperatur zu stoppen.
 
 
 
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